Bonn Weststadt

Die Weststadt ist ein Stadtteil der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, insbesondere geprägt von den wunderschön erhaltenen bzw. fachgerecht restaurierten Häusern aus der Gründerzeit im südlichen Teil des Stadtteils mit herrlichen verzierten Jugendstilfassaden und geräumigen, großzügig geschnittenen Altbauwohnungen. Zusammen mit der Südstadt bildet dieser Bereich das größte Gründerzeitviertel Deutschlands. Dieser Teil der Weststadt wird häufig als Musikerviertel bezeichnet, angelehnt an die dortigen, nach bekannten Komponisten benannten Straßen. Hier befindet sich auch das schöne Baumschulviertel inmitten des Musikerviertels, in dessen Zentrum der städtische Park namens Baumschulwäldchen gelegen ist, die grüne Lunge der Weststadt. Dort ist auch das Kürfürstliche Gärtnerhaus beheimatet, in dem zahlreiche kulturelle Veranstaltungen abgehalten werden.

Viele Bewohner der Weststadt reduzieren ihren Stadtteil gerne auf diese bekannten Viertel, zumal der Rest im Kontrast dazu steht. Der Norden des Stadtteils wird gewerblich dominiert. Eine Müllverbrennungsanlage, Schrottplätze, sozialer Wohnungsbau und der Straßenstrich wirken wenig einladend. Eine nicht sehr ausgeprägte Kneipenszene lockt nicht viele Amüsierwillige in das Viertel, viele Bewohner verlassen trotz relativ niedriger Mietpreise den Stadtteil, obwohl dieser all das bieten kann, was ein Wohnen in der Stadt gerade so reizvoll macht. Fast alles ist fußläufig zu erreichen, zwischen Knauber, Propsthof und Karlstraße können Bewohner so gut wie alles kaufen, was das Herz begehrt. Öffentliche und soziale Einrichtungen sind zahlreich vorhanden, zudem auch Museen, Sportvereine und Existenzgründungszentren. Und vor allem herrscht in diesem Stadtteil ein beeindruckender Zusammenhalt zwischen den Bewohnern vor. Viele Straßenfeste und gegründete Interessensgemeinschaften zeugen von einer guten Nachbarschaft. Auch ein Grund für viele junge Menschen, insbesondere Studenten wegen der Nähe zur Uni, die facettenreiche Weststadt neu zu entdecken.