Bonn Lannesdorf
Lannesdorf ist ein Bonner Stadtteil im Stadtbezirk von Bad Godesberg. Früher war Lannesdorf ein eigenständiges Dörfchen. 1935 wurde es nach Bad Godesberg und dann 1969 nach Bonn eingemeindet. Noch heute zeugt der erhaltene, gewachsene Ortskern von Lannesdorf von seiner Vergangenheit. Man findet noch etliche verwinkelte Gassen und sogar noch kleine Obst- und Gemüsegärten, ein Hinweis auf die landwirtschaftliche Geschichte Lannesdorfs.Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich einige größere Industriebetriebe im Osten von Lannesdorf an, zum Beispiel eine große Magnetfabrik (Ringsdorff-Werke). Dadurch entstanden auch etliche Arbeitersiedlungen, die heute noch Teile Lannesdorfs prägen. In derselben Gegend finden sich inzwischen mehrere große Märkte und Geschäfte. Lannesdorf weist aber auch noch einige ältere Fachwerkhäuser auf. Im westlichen und nördlichen Teil, also Richtung Zentrum Bad Godesberg, überwiegen Einzelhäuser, Reihenhäuser und vereinzelt Villen. Auch Blockbebauung hat Einzug gehalten in Lannesdorf zur Behebung der Wohnungsnot. Inzwischen ist auch neuer Wohnraum entstanden am Lannesdorfer Hang (Richtung Muffendorf) und an der Mallwitzstraße.
Die Infrastruktur ist insgesamt ausgewogen. Neben Geschäften, Arztpraxen, Schulen und der markanten Kirche Herz Jesu gibt es eine große Sportanlage mit Stadion und Sporthalle.
Für Erholungszwecke ist es nicht weit bis zum Rheinufer in Mehlem oder - nach Westen - zum Kottenforst oder in das Drachenfelser Ländchen.
Die östlichen Gewerbegebiete haben einen einfachen Mietlagenwert, die anderen Bereiche (meist Wohngebiete) Lannesdorfs einen mittleren bis guten. Generell kann man sagen, dass vor allem die Hanglagen unterhalb von Muffendorf zu den bevorzugten Wohnlagen von Lannesdorf gehören.
