Bonn Hardthöhe

Den Stadtteil Bonn Hardthöhe liegt links des Rheins im Westen der früheren Bundeshauptstadt und gehört zu Bonn erst nach einer Eingemeindung im Jahre 1970. Bekannt wurde der Stadtteil durch das Bundesministerium der Verteidigung, das hier immer noch sitzt, obwohl die Spitze des Ministeriums ja meist in Berlin weilen muss. Eigentlich heißt der Ortsteils Hardtberg aber die Bonner sprechen auch von Hardthöhe, wenn sie die beschaulichen und ruhigen Wohnhäuser auf dem Hardtberg meine. Man erkennt kaum noch den ehemals dörflichen Charakter dieses Stadtteils da im Zusammenhang mit dem Neubau des Ministeriums in den 60er-Jahren hier radikal abgerissen und neuaufgebaut wurde. Die Häuser und Eigentumswohnungen waren für die Mitarbeiter des Ministeriums gedacht und werden auch heute noch überwiegend entsprechend genutzt. Obwohl man hier bessere Luft als im Bonner Kessel hat, ist die Gegend für Käufer und Mieter die preiswerteste Alternative im Stadtgebiet von Bonn.

Der Stadtteil Bonn Hardthöhe ist also die Wohnstadt von vielen Bundeswehrangehörigen mit und ohne Uniform, die hier zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Man ist aber auch schnell in 15-20 Minuten per Bus oder Fahrrad im Bonner Zentrum, oder man kann mittels der Autobahnanbindung Bonn-Hardtberg oder Bonn-Lengsdorf schnell nach Meckenheim, Köln oder in die Eifel fahren.

Das Viertel ist nach den starken Veränderungen in den 60er-Jahren nicht mehr besonders interessant anzusehen. Es dominieren die Wohnungen und Häuser aus dieser Zeit; Ladengeschäfte oder sonstige Aufenthaltsmöglichkeiten sind eher dünn gesät und nicht besonders attraktiv gestaltet. Die Gegend ist daher nicht sonderlich beliebt bei potentiellen Mietern und Eigenbewohnern, die nicht aus dem Bundeswehrumfeld kommen. Wer es etwas weniger militärisch haben will zieht also nicht auf die Bonner Hardthöhe sondern herunter in die Alt- oder Südstadt.