Bonn Graurheindorf

Graurheindorf ist ein Stadtteil von Bonn und liegt ganz im Norden von Bonn, etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt. Es war einer der ersten Orte überhaupt, der nach Bonn eingemeindet wurde: im Jahr 1809 nämlich fiel Rheindorf an Bonn und erhielt die Vorsilbe „Grau“. Bis heute hat das kleine Straßendorf eine recht eigene, ländliche Struktur bewahrt. Viele alte Fachwerkhäuser und teilweise noch einige Höfe prägen das Ortsbild. Auch zahlreiche Kleingärten erinnern an die landwirtschaftliche Prägung des Ortes.

Bis heute gibt es in Graurheindorf keine auffälligen Hochhäuser. Allerdings sind in den letzten Jahren einige neue Wohnungen entstanden, vor allem in bevorzugten Lagen mit Blick über den Rhein. So baute vor allem die Firma Pandion eine ganze Reihe exklusiver Wohnungen in diesem Stadtteil.
Im Süden wird Graurheindorf durch die Bonner Stadteile Auerberg und Bonn-Castell begrenzt, im Westen durch Buschdorf. Östlich von Graurheindorf fließt der Rhein, der für Graurheindorf immer eine große Bedeutung hatte. Viele Einwohner verdienten früher ihr Geld durchs Fischen. Schon seit Jahrhunderten verkehrt eine Fähre von Graurheindorf nach Mondorf nahe der Siegmündung.
Verkehrsmäßig ist Graurheindorf durch eine Straßenbahnlinie am südlichen Rand sowie eine Buslinie angeschlossen. Die Hauptstraße durch Graurheindorf ist leider sehr schmal, was für die Anwohner durchaus eine Belastung darstellt.

Es gibt zwar einige Restaurants und ein Café, aber praktisch keine Geschäfte mehr in dem kleinen Stadtteil außer einem Lebensmittelgeschäft in der Römerstraße. Etwas besser sieht es gewerblich aus: Der Container-Hafen brummt, und in der alten Kornkirche der Auermühle sind über 500 Menschen bei dem Servicebetrieb einer großen Deutschen Bank beschäftigt. Die Mietlagenwerte in Graurheindorf sind „mittel“, in einigen südlichen Bereichen „einfach“.