Bonn Dransdorf
Bonn Dransdorf ist ein Bonner Staddteil etwa vier Kilometer im Nordwesten vom Bonner Stadtzentrum. Der Ortsteil hat noch einen alten dörflichen Ortskern, so wie viele Bonner Ortsteile.Dransdorf ist immer noch umgeben von einiger landwirtschaftlicher Nutzfläche. Schon früher spielte die Landwirtschaft hier eine große Rolle. Vor allem die Eröffnung der Vorgebirgsbahn im Jahr 1897 erhöhte die Absatzchancen für die landwirtschaftliche Erzeugung. So hat man auch heute noch in Dransdorf durchaus das Gefühl, ländlich zu wohnen - trotz der Nähe zur Stadt.
Die Vekehrsverbindungen sind gut, da sowohl Bus- als auch Bahnverbindungen existieren. Es gibt allerdings nicht sehr viel Geschäfte. Lebensmittelläden, Imbisse und Kioske sind zwar vorhanden, zu anderen Einkäufen müssen die Bewohner jedoch nach Tannenbusch, Endenich, Duisdorf oder ins Stadtzentrum fahren. Im Randgebiet von Dransdorf gibt es einige Industriebetriebe. In den 60-er Jahren wurde in Dransdorf eine Hochhaussiedlung errichtet. Aufgrund der Bevölkerungsstruktur kann sie als ein sozialer Brennpunkt bezeichnet werden. Die teilweise recht heruntergekommenen Wohnungen in der Lenau- und Hölderlinstraße wurden in den letzten Jahren saniert. 1995 wurde Dransdorf nämlich in das Programm "Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf" einbezogen, das vom Land aufgelegt wird. Hierbei sollen sowohl sozial als auch baulich Verbesserungen erreicht werden. Dies betrifft etwa 300 öffentlich geförderte Wohneinheiten (vor allem im oben erwähnten Bereich der Lenau- und Hölderlinstraße) sowie etliche Reiheneigenheime.
Insgesamt ist es aus den beschriebenen Umständen heraus nicht verwunderlich, dass die Mietlagenwerte Dransdorfs im "einfachen" bis "mittleren" Bereich angesiedelt sind. Wer preiswerten Wohnraum sucht, ist heute in Dransdorf durchaus gut aufgehoben, da es hier auch viele rührige Vereine und ein ausgeprägtes Gemeinschaftswesen gibt.
